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BARTWÜRZE photographie

Wird Zeit da sich mir wieder mehr Zeit nehme für das wichtige im Leben: Seelen in kleine, schwarze Kästen bannen.

Es ist zu lange her, als das ich wirklich was “Richtiges” fotografiert habe. Auch wenn diese Serie “nur” mit meiner kompakten Canon geschossen wurde, sind doch ein paar sehr interessante Bilder entstanden. Als Modell brachte mich Eve auf die Idee dazu, eigentlich wollte sie nur bei einem Dreh ein paar Bilder – nun wurd’ es eine kleine Serie.

Ich muss definitiv wieder mehr raus und nicht nur Bilder schießen, sondern diese inszenieren, planen und – ja – zelebrieren. Aber genug der Worte, seht selbst… ^^

Ken burns æffects Devil’s Chains

Ken Burns Effect: slow pan and zoom

Eine Technik die nach einem Amerikaner benannt, von Apple exzessiv genutzt – von eben jenem Amerikaner daher eher wieder gemieden – und in jedem Programm von iMovie bis Photo Story als eben Ken Burns Effect betitelt. Außer natürlich in After Effects, da macht man das händisch und mit Gefühl und mit Musik unterlegt, wie Ken Burns selbst ja auch eigentlich verlangt.

[..]our attempt to wake the dead relies on a much more nuanced and complicated relationship to the photograph (the DNA of storytelling), as well as the soundtrack [src: reddit]

Jetzt ist es jedoch viel zu früh morgens – oder spät abends, je nach Sichtweise – ich hundsmüde, mein PC am verrecken und ja nicht rendern oder irgendwas in den Arbeitsspeicher schreiben – oder die Festplatte – oder was-weiß-ich… zwei Lieder brauchen Videos, es gibt jedoch nur die Wavs, kein Filmmaterial. Also Bilder herholen. Narks, die sind überall eingeordnet mit all den Bildern die nicht der Öffentlichkeit gezeigt werden sollen… Ziehen wir sie halt von Facebook ^^

Also ausrechnen wieviel Frames jedes Bild bei 90/2 Bildern und ca. 2*4725 Frames kriegt, dann alle Bilder in einer “zufälligen” Reihenfolge einfügen, auf Kompositionshöhe skalieren, um 105 Frames nach rechts rücken (strg+shift+bild v times 10 + strg+bild v times 5), keyframes setzen, bei allen Ebenen am Endkey +20% druffrechne lasse, fertsch…

Dann sich das Ergebnis anschauen und merken das man ein Honk ist ^^

Es ist halt doch ein Unterschied ob ein Bild von 65% auf 85% skaliert oder von 220% auf 240%, genauso ob jetzt Hoch oder Quer. Natürlich schaut man sich das komplette Video erst gerendert an, sollte ja an den Ausschnitten die man durchgescrubbt hat scho’ passen. Die sahen auch gut aus, ein schöner, langsamer Zoom (Pan wurd’ eh schon gestrichen aus Zeit- und Lustmangel ^^)

Ejal, hoch damit. Video zwei anhör… Klingt schon ganz schön ähnlich, andere Bilder, aber sehr ähnlich. Fubar, ich hab vergessen die Soundspur zu tauschen, kein Wunder das die Framezahl so perfekt übereingestimmt hat, *honkhonk*

Also Soundtrack rein, Fotoserie einfach rigoros abschneiden, Finish Title dran gehauen – gut is’. Rendern lassen, hoch auf Youtube ^^

Es funktioniert… Die Botschaft wer wir sind und wie wir so sind, wird wunderbar vermittelt ^^ Nur das ich jetzt jeden Tag die Videos neu machen will, wie so ungefähr fast alles von mir ^^

Ejal, genießt es…
https://www.youtube.com/watch?v=630eRz_q-gI&index=5&list=PL0LEc0GUZOVsihsW2AzSclV8ES62uSNGB

PS: Das Bandpromobild (ganz oben) liebe ich abgöttisch ^^ da wird nix dran geändert…

A new #Zest

By böhringer friedrich (Own work) [CC-BY-SA-2.5], via Wikimedia Commons

Für das neue Gemeindehaus in Sulzberg hat Roland Stecher ein unkonventionelles Kunst-am-Bau-Projekt verwirklicht, bei dem ein grosser Teil der Einwohner der bregenzerwälder Gemeinde mitgewirkt und im wahrsten Sinne des Wortes Haare gelassen hat. Die Installation besteht aus zwei Wandteilen mit insgesamt 8m Länge und 2,5m Höhe, die 1740 transparente Würfel aus Gießharz enthalten. In diese Würfel wurden Haare von 1340 Einwohneren aus Sulzberg eingegossen. Der Gemeindebau wurde von Architekt Gerhard Gruber geplant. [src: wiki]

L’Insoutenable Légèreté de l’être

Vielleicht baldige Buchempfehlung:
“Milan Kundera — Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins”

Jedenfalls begleitet mich dieses Buch jetzt auf der langen Reise von Essen zurück nach München. Leider meldete sich Senem nicht, bei der ich doch zu gerne direkt von Wuppertal aus nach München starten hätte können wollen tun getan hätte. Aber ihre Mailbox is voll, ran gehen tut sie auch nich, die Email und SMS Versuche brachten auch nix. Tja, dann also mit’m Bus fahren. Kostet 10€ weniger, dauert doppelt so lange T_T.

Geschlagene 11h 20min darf ich also mit 7 Zwischenstationen durch Deutschland tuckeln, daher eben ein etwas längeres Büchlein zur Unterhaltung. Oder schlafen, mal schauen. Das letzte Mal das ich so lange unterwegs war verdankte ich einem Stop&Go von Stuttgart bis hinter Frankfurt. Da saß ich jedoch in ‘nem teddyplüschigen Hippie VW Bus mit einem New Balance Vertreter, konnte am Fenster rauchen (er zwar Nichtraucher, das Auto aber von seinem kiffenden Cousin), hatte ein ziemlich cooles Gespräch bezüglich politischer Aussage von Schuhwerk die Fahrt über (plus so viel mehr Zeug an das ich mich unmöglich noch erinnere) und bekam sogar ein quitschgelbes New Balance Shirt am Ende (das ich grad nicht mehr finde).

Mal sehen was mich dieses Mal erwartet, wird auch wieder Zeit das ich abgedrehte Personen auf meinen Reisen treffe, in letzter Zeit bewege ich mich ja doch leider nur in zu bekannten Gewässern, also freu ich mich sogar irgendwie darauf, wenn auch eine Busfahrt unpersönlicher ist, als bei irgendjemand mit 2–3 völlig Fremden für Stunden in einem Auto eingepfercht zu sein. Da erlebt man Sachen und hört Geschichten, glaubt man kaum. Darum liebe ich Mitfahrgelegenheiten und lange Autofahrten generell.

Aber jetzt mal einen Blick in dieses Buch werfen, soll ja gut sein, hab’ ich mir Sagen lassen…

Casual Xmas

Jeans by Steffi

Hier nun das versprochene Bild des hübschen Mädl… Der Titel mag anfangs etwas fehlleitend sein. Die Geschichte in kurz: Ich wurde gebeten ein paar Bilder von der Süßen zu schießen, die sie dann gerahmt ihrer Mami zu Weihnachten schenken kann. Dabei durfte ich aber auch ein paar andere Posen zum aufwärmen und als Spaß fotografieren, daher seht ihr hier nun natürlich nicht das Geschenk. Aber das hier passt grad super, da wir am Donnerstag endlich wieder einmal im Fotostudio waren, um Bilder für das anstehende Branding Projekt zu schießen, doch dazu mehr sobald ich eine Freigabe habe. Soviel sei vorab verraten: Anderes Model und ich stand eher nur rum und hab ab und an etwas eingeworfen und hier und da am Licht gespielt. Es war eine sehr viel bessere Fotografin am Werk, ich hoffe euch etwas vom Finalen zeigen zu können.

Unnütze Dinge…

Das war der Titel unter dem wir an die Foto-Challenge gegangen sind. Es gab mehrere Ideen was den nun so Unnützes auf der Welt existiert, am Ende siegte eindeutig der Vorschlag von Fabian: Lebensmittelverpackungen für an sich eh schon perfekt von der Natur Verpacktes. So soll es in Österreich vorgeschnittene Bananen ohne Schale in diesen Polypropylen-Schalen die man ja von SB-Fleisch kennt. Und was für eine Verpackung ist von Natur aus besser als die Eierschale? Also schnell ein paar Eier und zwei dieser unsäglichen PP-Schalen besorgt, ein paar Eier hineingeschlagen, Folie drum und rauf auf den Tabletop.

prod_challenge

Hier und da wurde dann von Anja und Sophie noch für die perfekte Komposition herumgefummelt und ich habe dann die Fotos schießen dürfen.

Aus den 144 Fotos musste dann nun jeder von uns vieren eines für sich auswählen und daraus dann ein Plakat erstellen, so als Awareness-Kampagne:

Alnatura-Plakat

Ich habe mich hier für die zuletzt gemachten Bilder entschieden und nicht für die cleane Draufsicht ohne Deko, da ich einerseits auf Deko stehe, andererseits das “clean and minimal” zu ausgereizt finde. Der Claim wirkt hier mit dem Biosiegel im Kontrast zum gezeigten, dass wiederrum einen sehr geschmacklichen und edlen Charakter hat. Es sieht beim ersten Blick lecker, frisch und total toll aus (hoffe ich doch mal *g*) und erst dann zieht sich die Augenbraue hoch und man denkt sich – wtf? Der Claim verspricht ja dann auch eine Verpackung, die natürlich besser ist! Hier finde ich diesen Widerspruch zwischen Natürlich besser als die Natur und eben dem Biosiegel als Zeichen das es hier um etwas sehr Natürliches geht einfach herrlich.

Interessanterweise würde das Plakat so sogar wirklich funktionieren: Das BIO-Siegel schließt die gewählte Verpackung nicht mit ein, nur den Inhalt. Folglich könnte Alnatura, die mir hier als Platzhalter für die unzähligen Bio-Großhändler und -Supermärkte herhalten durfte, tatsächlich Bio-Eier in PP-Schale mit PA/PE-Folie anbieten und sämtliche mir bekannte Bio-Siegel bekommen. Oder Bananen.

Schneematsch…

Foto-Challenge anders als erwartet, aber war lustig… Ich durfte dann auch mit Nikon D600 (Vollformat, yeay…) am Tabletop schießen und am Ende hat mir Ralph noch ein, zwei Tricks gezeigt und Carola mir geholfen das Licht stark genug abzudunkeln. Die Kamera und das Objektiv waren einfach zu gut. In einer Woche soll ein fertiges Plakat dabei rumkommen, also geduldet euch ein wenig: Ihr seht es wie immer zu erst!

Bis dahin, nachdem ich nich’ sinnlos meine Kamera mitgeschleppt habe, Schneematschbild aus dem schönen Grafing.

Völlig unbearbeitet, einfach keine Zeit… Ich jetzt Bett… gut Nacht und bis in ein paar Stunden… viel zu wenige, leider…

Morning Glory

Auf, auf zur Foto-Challenge… Noch habe ich kaum eine Ahnung was mich erwartet. Produktfotografie und eigene Kamera mitnehmen. Dann in einer Woche ein Plakat fertig haben. Mehr Infos habe ich nicht.

Also gleich mal eine Kommilitonin angehauen dass sie am besten gleich schönen, abgedrehten Schmuck mitnimmt, so hat man im Notfall gleich mal was zum fotografieren. Stellt euch folgendes Bild vor:

Eine moderne silberne (oder doch goldene?) Kette die sich auf weiß geschminkter Haut zwischen zwei weichen Hügeln liegend anschmiegt, derer Privatsphäre durch mit Ringen behafteten Hände geschützt wird. Etwa vom langen, geschmeidigen Hals bis zum Abdomen. Jetzt nur noch ein Modell finden, und weiße Schminke. Es bleibt wohl rst mal ein Traum – oder ich habe so etwas einfach nur schon einmal gesehen.

Naja, ich muss los…

Magnesiumblitz

Magnesiumfotografie

„Eine vorzüglich aktinisch wirksame Lichtquelle ist nach den photochemischen Studien von Bunsen und Roscoe das Magnesium, welches mit Leichtigkeit Feuer fängt und mit einer äußerst brillanten Flamme brennt. … Nach Bunsens Untersuchungen ist die photogenische Kraft der Sonne nur 36mal stärker als die des brennenden Magnesiums. … Wir glauben nicht, dass es schon zu photographischen Zwecken benutzt worden ist.“
– Paul Eduard Liesegang 1861

Und wenn es schon so etwas gibt, das gut 80 Jahre lang die Fotografie begleitete, dann muss man dies doch auch mal heutzutage probieren. Also durften wir, bzw. unser Prof. heute mit Magnesium spielen. Beim ersten Versuch, einem Portrait, durfte ich am Fotoapparat stehen und manuell die Belichtungszeit per Daumendruck timen. Natürlich abgelenkt vom runterzählenden Countdown und der Randnotiz ob ich bereit sei, sah ich im entscheidenden Moment erst mal direkt in den Lichtblitz, anstatt das Modell zu fixieren. Folge: Ich geblendet, Bild dennoch etwas geworden.

Eh irgendwie irreal: Nikon D4 manuell eingestellt, geschoßen mit Camera Raw in einen halbwegs modernen Apple, jedoch Blitz durch Magnesium Spezial Pyro (<20my).
Brennweite: 70mm
Blende: 10
Belichtungszeit: bulb (2.1s)

Anschließend dann das oben zu bewundernde Gruppenbild, an dem man wunderbar sieht wie hart einerseits ein Magnesiumblitz ist, wie sanft er dennoch die Schatten formt. Definitiv wert weiter verfolgt zu werden. Und nie hat es in der Uni “angenehmer” in den Fluren gerochen. Mal schauen wer von uns dank der Dämpfe phlegmatisiert wurde, so jedenfalls der Warnhinweis auf dem Magnesium.