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Begriffe aus der Designwelt und dem -alltag, über die ich stolpere, die mich interessieren, ich selbst lernen will oder euch darüber informieren.
Schön für euch alphabetisch sortiert.

Termini (Papier)

1/x
Standardformate bei Anzeigen in Zeitungen und Zeitschriften werden zumeist in 1/x Seiten angegeben, wobei 1/1 einer ganzen Seite entspicht. 2/1 wäre folglich eine Doppelseite, während 1/2 Seite eine halbe Querseite ist. Blatthohe Streifenanzeigen werden genauso, jedoch gesondert, bezeichnet (je nach Layout z.B. 2/5 Seite entspricht 2 Spalten von außen).
18/1
18/1er sind Großflächenplakate, hierbei steht das 18/1 für die Größe von 3,56 m x 2,52 m ≙ 18 mal 1/1 Bogen mit dem Maß 59 x 84 cm, was einem DIN A1 entspricht. Der Ausdruck Bogen ist hierbei in Deutschland und Österreich der Ausdruck für Plakatformat.
Großflächenplakat-Wettbewerb: bestnew18-1.de
DIN 476
In der DIN 476 sind die Standardgrößen für Papier festgelegt. Neben der A-Reihe (von 4A0 – A10) gibt es noch die B-, C- und D-Reihe wobei ein Bogen der jeweiligen Klasse 2 entspricht.
DIN 6730
In der DIN 6730 findet sich die Definition von verschiedenen Papieren und Maße.
“Papier ist ein flächiger, im wesentlich aus Fasern pflanzlicher Herkunft bestehender Werkstoff, der durch die Entwässerung einer Faserstoffaufschwemmung auf einem Sieb gebildet wird. Dabei entsteht ein Faserfilz, der anschließend verdichtet und getrocknet wird.”
1 Bogen = 8 Blatt im gebunden Buch = 16 Seiten
1 Ries A4 Papier mit 80 g/m² = 500 Bogen
Berliner Format
Bekanntes Zeitungsstandardformat mit einer Doppelseitengröße von 470 × 630 mm (Satzspiegel 420 × 280 mm). Mehr als die Hälfte aller Tageszeitungen wird in diesem Format gedruckt.
Beschnitt
Verarbeitungstechnisch notwendiger Papier- oder Bildrand von 3 bis 5 mm, der über das Endformat hinausgeht, um Toleranzen beim Schneiden auszugleichen.
Gautschen
  1. Bei der Papierherstellung das Auspressen des Wassers aus dem frisch geschöpften Papier.
  2. Ein Ende des 18. Jahrhunderts entstandener Brauch, die ausgelernten Setzer- und Druckerlehrlinge im Rahmen der Gautschfeier mit voller Bekleidung in einen großen Bottich zu tunken.
Gestrichenes Papier
Das neben Offsetpapier am häufigsten zu findende Papier beim Druck. Oft auch das einzige das von Online Druckereien für übliche Drucke angeboten wird, wenn auch immer häufiger Naturpapier als Alternative zu finden ist.
Im professionellen Umfeld werden LWC-Papiere (light weight coated) überwiegend für hochwertige Magazine und Zeitungsbeilagen sowie Kataloge verwendet. Diese gestrichenen Papiere erfüllen höchste Ansprüche im Weißgrad, in der Oberflächengüte und in der Bedruckbarkeit. Durch ihr geringes Gewicht und ihre ausgezeichnete Bedruckbarkeit eignen sich LWC-Papiere besonders für Druckerzeugnisse mit hohen Auflagen, bei denen einerseits beste Bildwiedergabe, andererseits auch bei hoher Seitenzahl möglichst niedriges Gewicht gefordert ist
“Gestrichenes Papier (auch Kunst- oder Bilderdruckpapier) ist ein Papier, bei dem die Oberfläche mit einem Bindemittelauftrag („Strich“) veredelt ist. Als Material für den Bindemittelauftrag wird sogenannte Streichfarbe verwendet, deren Hauptbestandteil Kreide, Kaolin, Kasein oder Kunststoffdispersion sein kann. Das Papier bekommt dadurch eine geschlossenere, glattere und stabilere Oberfläche, wodurch eine hohe Detailwiedergabe und bessere Qualität beim Druck erreicht wird.” [wiki]
Grammatur
„Flächengewicht“ von Papier in g/m².
Kaschieren
Das maschinelle Überziehen von Papier, Pappe oder Karton mit Folie, um eine schützende oder dekorative Schicht aufzutragen. Nicht zu Verwechseln mit Laminieren, was zwar genauso das Überziehen eines Druckerzeugnisses mit Kunststofffolie (Laminat) ist, jedoch dabei das Papier einschließt.
Makulatur
Wertlos gewordenes bedrucktes Papier oder Reste einer Papierrolle. Oft bekommt man Makulatur von Druckereien umsonst und hat so eine Menge Papier für Skizzen oder für Andrucke
Papiersorten
Die Papierindustrie unterscheidet folgende vier Großgruppen von Papiersorten:

  • Grafische Papiere,
  • Papier, Karton und Pappe für Verpackungszwecke,
  • Tissue-Papiere,
  • Papiere und Pappe für spezielle technische Verwendungszwecke.
wiki/Papiersorten
Plakat
Großformatiger öffentlicher Aushang oder Anschlag, es wird in der Regel für Werbezwecke eingesetzt.
Plot
Großformate von DIN A3 bis DIN A0 die von einem Tintenstrahldrucker bedruckt wurden.
Poster
Die im deutschen Sprachgebrauch übliche Bezeichnung für einen dekorativen Druck.
Ries oder Rieß
Einheit des Papierzählmaßes. Ein Ries hat in der Druckindustrie normalerweise 250 oder 500 Bogen in den verschiedenen Größen.
1 Ries (alt) = 480 Bogen Schreibpapier
1 Ries = 500, 250, 125, 100 oder 50 Bogen Druckpapier (je nach Grammatur des Papiers)
Satinieren
Ein Verfahren bei der Papierherstellung, um die Oberfläche des Papiers zu glätten.
Wasserzeichen
Qualitätskennzeichen im Papier, das nur in der Durchsicht zu erkennen ist.
Zählmaße nach DIN 6730
Bogen = 8 Blatt im gebunden Buch = 16 Seiten
Buch bei Schreibpapier = 24 Bogen
Buch bei Druckpapier = 25 Bogen (A4 Papier mit 80 g/m² DIN 6730)
Ries, Rieß = 20 Buch („ein Paket“)
Ballen = 10 Ries
Zeitungsdruckpapier
Stark holz- oder altpapierhaltiges, maschinenglattes Papier mit einem Flächengewicht von 40 bis 57 g/m²

Zitate

Es gibt unzählige Zitate, die einem von Lehrern, Mentoren, Freunden und noch tasuende tagtäglich auf Facebook&Co, meist unterlegt mit Stockfotos in übelsten, knallbunten Schriften, um die Ohren gehauen werden. Warum also nicht auch von mir? Ich versuche jedoch speziell Zitate von Designern und Medienmenschen die nicht so bekannt sind und mir persönlich sehr gefallen.

Um dem ganzen jedoch auch einen Platz in meinem Glossar geben zu können, kurz eine Definition:

  1. Zitate sind Aussagen die von mehr oder minder bekannten Personen getätigt  (oder diesen in den Mund gelegt) wurden, zumeist völlig aus dem Zusammehang gerissen und ähnlich Horoskopen vage und allgemeingültig und daher neigen Menschen dazu bei Zitaten die etwas über die eigene Person aussagen, diese als zutreffende Beschreibung zu akzeptieren -> siehe Barnum-Effekt [wiki].
  2. Zitate sind eine Form der Auszeichnung bei HTML und geläufig bei Blogs und eine Definition von Zitaten als Zitat auszuzeichen, nunja, das finde ich einfach nur zum brüllen komisch.

Andrew [Stanton] likes to say: ‘Fail as fast as you can and fail often’ — so you figure out what you need to do to get it right.
– Mark Andrew (Pixar) über Andrew Stanton (Pixar)

Designer sind Störenfriede
– Gert Hildebrand (Chefdesigner des BMW Mini)

Using photoshop/fireworks for responsive design is like bringing a knife to a gunfight.
– Andy Clarke (Webdesigner @ Stuff & Nonsense UK)

There is so much stupid going around, there is enough for everybody.
– Logan (tek syndicate)

internetaffin

Worttrennung:
in|ter|net|af|fin

Laut Duden: Das Internet gerne und oft nutzend.

Der Begriff steht erstmals seit 2009 im Duden, hierbei ist das Suffix -affin wie folgt beschrieben:
-affin drückt in Bildungen mit Substantiven aus, dass die beschriebene Person oder Sache in enger Beziehung zu jemandem, etwas steht, einen Hang, eine Vorliebe für jemanden, etwas hat, jemandem, einer Sache nahesteht, zugeneigt ist.

Kein Synonym für Nerd, auch schön: Computerenthusiast. In diesem Zusammenhang sei auch Reddit erwähnt: Wer nicht unbedingt internetaffin ist oder in der Online-Branche arbeitet, hat vielleicht noch nie davon gehört. So glauben viele ihre Memes oder Rage-Comics würden von 9gag und ähnlichen Seiten stammen, sind aber doch oft nur aufgewärmte Posts aus Reddit oder 4chan und haben oft schon mehrere Jahre auf dem Buckel, bis sie dann auch noch auf Facebook&Co zu Grabe getragen werden.

Synästhesie

von altgriech. synaisthanomai ‚mitempfinden‘ oder ‚zugleich wahrnehmen‘, im “Design”, vor Allem Film und audiovisuelle Medien: Zusammenspiel mehrerer Sinne. Neben dem (bewegten) Bild beispielweise Musik und Sprache.

Smell'O'Vision

Im Kino gab es verschiedene Versuche z.B. eine Erweiterung des audiovisuellen Kinos um sensorische und/oder olfaktorische Sinnesreize (Bewegungs- / Fühl- / Geruchskino) wurden bereits 1906 von Samuel „Roxy“ Rothafel unternommen.

In den 60ern gab es verschiedene Versuche/Versionen, wie z.B. AromaRama, Smell-O-Vision oder Sensorama (mit Kinetoskop für einen einzelnen Zuschauer bzw. “Mitriecher”) Danach tauchten vereinzelt immer wieder Filme mit verschiedenen Varianten auf.

 

Soft Skills

Eine nicht ganz korrekte, da viel zu individuell für jeden Einzelnen, ungeordnete Liste von essentiellen Softskills für Designer:

  • Stil
  • Projekt Managment
  • Typografisches Verständnis
  • Kreativ sein
  • Print Design (+Verständnis des Druck-Prozesses)
  • Web Design
  • Fotografie
  • Networking
  • Kommunikationsfähigkeit
    • Präsentationsfähigkeit
    • Teamfähigkeit
    • Verhandlungsgeschick
    • Flexibilität
    • Verantwortungsbewusstsein
    • Anpassbarkeit
  • Social Media
  • umfassendes Verständnis
    • Futurologie
    • Aktuelles Geschehen

Software

Computer Programme die uns Designern helfen die Ideen aus dem Kopf schneller und hübscher “auf’s Papier” zu kriegen.

Als Designer wird man früher oder später über diese Giganten stolpern und versuchen möglichst viele davon zu beherrschen, wenn man sich auch zumeist auf ein Feld spezialisiert/spezialisieren sollte:

Daneben hat man noch unzählige Tools und Programme, wie z.B. Suitcase Fusion, ein bisschen Programmieren (wenigstens HTML5, CSS3, JS und evtl. Python) und dazu noch Sachen wie Basecamp uvm…

Liste unvollständig
(Vorschläge für Must-Have Software & Co? Immer her damit!)

Hexaflexagon

Ein Sechseck das je nach Faltung bis zu Sechs verschiedene Flächen zeigt, anstatt der zu erwartenden Zwei (Vorder- / Rückseite).

Für einen Verpackungsdesign-Nerd wie mich das faszinierenste was ich in letzter Zeit entdeckt habe: Hexaflexagons!

Kommerziell wurde die Idee 1959 von Russell Rogers und Leonard D’Andrea patentiert (U.S. Patent #2,883,195 für das Hexahexaflexagon unter dem Titel “Changeable Amusement Devices and the Like”) und wurde als Hexmo vermarktet und floppte.

Weiterführende Links:

Youtube: Vi Hart
The Flexagon Portal
Wiki [en]: Flexagon

Bibliographie:

Gardner, M.: Hexaflexagons and Other Mathematical Diversions: The First Scientific American Book of Puzzles and Games (1959, 1988; University of Chicago Press, ISBN 0226282546)

Studieren, das

Von lateinisch ‘studere’: [1] sich bemühen [2] wollen [3] sich bilden.

Von vielen immer noch fälschlich gleich gesetzt mit ‘Schule’ oder ‘Freizeit’, von anderen mit ‘Arbeit’ und ‘Stress’. Alles vier ist falsch, wenn letztere Beide doch zum Teil dazu gehören können.

Hochschule München Header

Das erste was man sich bewusst machen sollte, ist dass studieren zu können etwas Besonderes ist. Nicht jeder hat diese Möglichkeit. Und dann wird auch noch gnadenlos aussortiert da es nur begrenzt Plätze für z.B. Kommunikationsdesign gibt. Das heißt jedoch nicht, dass man sich nun Hals über Kopf hineinstürzen und nichts mehr außer studieren darf. Gerade in kreativen Kursen muss man seinen Spieltrieb und sein Tempo behalten und befolgen.

Dafür hilft Wissen! Also erstmal dies hier lesen:

Studienordnung (FK12, HM) [PDF|69,5kb] Continue reading Studieren, das

Skeuomorph

eine Imitation / Nachahmung einer Form, die auf ein älteres, in anderem Material erstelltes Modell zurückgeht.

Im Produktdesign wenn ein Produkt Designelemente die im Original Funktionsrelevant / Materialrelevant waren imitiert, die jedoch im neuen Design nur noch Ornamental sind.

Skeuomorphes Design wird eingesetzt um etwas komfortabel älter oder vertraut wirken zu lassen.

Beispiel: eine Kalender-Software / App, die einen ledergebundenen Papierkalender nachmacht. Apple ist dahingehend ein Vorreiter was skeuomoprhes Interfacedesign angeht. Im Gegesatz dazu steht zum Beispiel das Metro Design von Windows 8.

iCal