'Nymphomaniac Volume I (long version)' Premiere - Audi at The 64th Berlinale International Film Festival

#IAMSORRY

Image Credit: Franziska Krug/Getty Images

Installation von Shia LaBeouf. Ist jetzt zwar nicht mehr brandaktuell, aber ich bin ja bei sowas nicht immer Up2Date, da mich Hollywood und Fernsehen und so eigentlich schon lange nicht mehr interessieren. Doch ab und an kommt was über YouTube oder andere Quellen an mich ran, hier zum Beispiel bin ich aus Langeweile auf das aktuelle ScreenJunkies Video zu Gravity gegangen und am Ende haben sie auf ihr “EXCLUSIVE: We CONFRONT Shia LaBeouf” Video gelinkt. Nachdem ich die Bilder mit der Papiertüte und das auf dem roten Teppich am Rande mitbekommen hatte, dachte ich mir, was soll’s ich hab grad bisserl Zeit, schauen wir es uns doch an.

Wenn man ein bisschen reinspringt, so zu Minute 2, sieht man wie Hal Rudnick in einen kleinen Raum mit einem Mann geht, Anzug, Fliege, gerötete Augen und eine Papiertüte auf dem Kopf – mit den Worten “I am not famous anymore” fett, schwarz drauf geschrieben.

Als Hal dann die Tüte runternimmt kommt Shia LaBeouf darunter hervor. Stoisch sitzt er da, Handflächen nach unten auf dem einfachen Tisch und geht auf keine Frage ein, auch wenn ich gelesen habe, ein Reporter muss ihn wohl zum Lachen gebracht haben.

Nun mag ich zwar die “Honest Trailer” von Screen Junkies, jedoch gerade bei dem Video empfinde ich den Host als – naja – störend? An sich interessiert mich das ganze Aufhebens rund um Shia LaBeouf kein Stück, doch finde ich diese Installation einfach genial. Verstörend für manche, auch nicht wirklich aussagekräftig, aber doch wieder wundervoll inszeniert. Klar erinnert es an Marina Abramović, deren Performance Kunst wir lange und breit an der Uni in einem Wahlfach besprochen haben. Aber hier ist es doch anders. Einerseits ist es kein “Künstler”, sondern ein nicht gerade unbekannter Schauspieler, andererseits wird er wohl kaum die Grenzbereiche des Körpers künstlerisch beleuchten wollen. Es erinnert stark an The Artist is Present, wo Marina 721 Stunden lang schweigend an einem Tisch in der MoMA Besuchern gegenüber saß, doch wenn dies auch im Rahmen einer Kunstausstellung lief, so gab es davor keine solchen Aufschreie ihrer Person gegenüber wie bei Shia und man kannte sie da schon als Performance Künstlerin. Völlig anders bei LaBeouf.

Je länger ich mich damit geistig auseinandersetze, umso mehr will ich etwas Vergleichbares auf die Beine stellen. #startcreating

http://mashable.com/2014/02/12/shia-labeouf-iamsorry-art-installation/

http://www.metamodernism.org/