process barcamp munich

Und was hast du Sonntag gemacht? Normalerweise würde ich ja sagen, grad nach der “letzten” POP-Party Samstag Abend, ausschlafen, im Bett liegen, vielleicht eine Runde zocken. Aber nein, Barcamp ist und daher auf, auf und dahin.

Ich hab es dann auch grad so pünktlich geschaft aufzustehen und hinzukommen, bekam am Eingang – der wunderbar gestaltet wurde – ein tolles Namensschilderl auf das ich meinen Beruf oder mein Interesse schreiben durfte (Weltherrschaft, ganz klar) und dann ging es auch schon in den großen Hörsaal 202a und als sich nach und nach alle eingefunden haben, der Moderator (s.Bild o.) durch den Ablauf geführt hat, ging auch shcon das Mikro rum und jeder hat sich in einem kurzen Satz vorgestellt. Etwas durch den Wind hab ich dann auch Wörter verschluckend meinen Namen herraus gebracht und es irgendwie geschafft, darauf hinzudeuten, dass ich ja auch einen Vortrag halten möchte: Entstehung eines Brettspieles.

Dann bekamen alle vier grüne Punkte, die man auf die verschiedenen Vorträge kleben durfte, um so eine Gewichtung hinzukriegen, was den nun genau alles einen Timeslot von 5–10 Minuten bekommt. Arg kurz wie ich dann auch schnell feststellen konnte, als ich im kleinen Nebenraum meine Geschichte zum Besten geben durfte. Wunderbarer Einstieg gelungen, und dann kam die Nervösität und brachte mir all meine Notizen durcheinander. Aber ich hab schon ein paar wichtige Punkte rüber bringen können und was viel wichtiger ist: Kontakte geknüpft.

Schon im Vorfeld konnte ich mich in ein Gespräch zwischen eine Gamedesigner und dem Veranstalter des gamecamp Munich einbringen und hab so ein paar spannende Leute und baldige Events kennen lernen dürfen. Nach minem Vortrag gingen auch hie und da eine Visitenkarte von mir in die eine oder andere Hand. Es war so schön.

Abschließend konnte ich dann noch bei einem Kippchen und späterem Bierchen mit dem sehr interessanten Publikum etwas tratschen und freue mich auf die nächsten Tage mcbw.

Pop is dead!

Nein, hier is’ nicht der Song von Radiohead gemeint, sondern die Veranstaltungsreihe POP von der Black Painting Crew:

Die vorerst letzte regelmäßige POP-Party mit DJ Sconan (Tempel, Millennium, Backstage) und einer Mischung aus 80ern, Synth- und Future-Pop, Wave, EBM, TBM.

Über 16 Jahre gibt es diese Party in München und das so gut wie an jedem Samstag. Die vergangenen vier Jahre haben wir im NOX veranstaltet. Dies ist das letzte POP im NOX, da das NOX Ende Februar seine Pforten schließt.

Damals als Junggothe bin ich in den verschiedensten Clubs gewesen und neben dem Nero, meiner damaligen Stammkneipe/-bar/-disse, hab ich mich am wohlsten Samstags im Millenium gefühlt. Diesem Club mit der zu lauten Elektromusik, beheimatet in einem alten Traktorwerk soweit ich mich erinnere.

Nun ist es soweit, nachdem München alle Läden um die Alte Heide rum dicht gemacht hat, wird nun auch das NOX und umliegende Gebäude abgerissen und wohl in ein Hotel verwandelt. Oder in Büro- und Wohngebäude laut dem offziellem Wortlaut.

Also wird es Zeit heute Abend nochmal einen Besuch in’s NOX zu starten und vielleicht sieht man ja den einen oder anderen aus alten Tagen. Richtig Fuß fassen konnte ich im NOX nie, da es einerseits nicht wirklich an’s Millenium rankam und andererseits ich einfach zu alt geworden bin? Naja, mal sehen wa meine alten Knochen heute Abend noch reißen und wie weit meine Raucherlunge mit den harten Bässen mithält.

Zur Einstimmung:

process barcamp munich

Das Team um Prof. Matthias Edler-Golla präsentiert dieses Semester im Rahmen der #mcbw ein Barcamp, eine Ad-hoc-Nicht-Konferenz (Wikipedia: Unconference), wie sie auf ihrer Seite http://barcamp-munich.de/ so schön in den FAQs schreiben.

Eigentlich wird dort auch alles recht gut beschrieben, daher spar ich es mir an dieser Stelle. Noch überlege ich ein Thema das ich vorstellen könnte, bin mir jedoch noch nicht sicher. Vermutlich werde ich lieber als Teilnehmer, der einfach zu allem seinen Senf hinzugibt, mit machen. Oder einen kleinen Einblick in die Welt der Brettspiele geben. Mal sehen…

Kostenlose Tickets zur besseren Planung gibt es auf eventbrite: http://www.eventbrite.de/e/barcamp-munich-tickets-10047364939

A new #Zest

By böhringer friedrich (Own work) [CC-BY-SA-2.5], via Wikimedia Commons

Für das neue Gemeindehaus in Sulzberg hat Roland Stecher ein unkonventionelles Kunst-am-Bau-Projekt verwirklicht, bei dem ein grosser Teil der Einwohner der bregenzerwälder Gemeinde mitgewirkt und im wahrsten Sinne des Wortes Haare gelassen hat. Die Installation besteht aus zwei Wandteilen mit insgesamt 8m Länge und 2,5m Höhe, die 1740 transparente Würfel aus Gießharz enthalten. In diese Würfel wurden Haare von 1340 Einwohneren aus Sulzberg eingegossen. Der Gemeindebau wurde von Architekt Gerhard Gruber geplant. [src: wiki]

#IAMCOPY?

Kaum surft man stundenlang nutzlos im Netz, nagut, nicht ganz nutzlos… Ich hab Pinterest für mich entdeckt ^^

Wo war ich? Achja: und schon stolpert man über folgendes Magazincover:

Billboard, November 2, 2013. Creative director: Andrew Horton, photograph: Emily Berl [src=http://www.robertnewman.com/the-business-of-music-billboard-magazine-covers/]
Tja, vor einigen Stunden erst labeouf seine Aktion bewundert und schon kommt man wieder in’s Grübeln. Ansich, wenn man labeouf sein Manifest liest und auch seine Aktionen drumherum, dazu noch die anderen Artikel dazu, kommt man nicht umhin etwas Geniales in dieser Form von Reuse und – nennen wir es beim Namen – Ideenklau zu sehen.

Ich für mich jedoch lasse mich gerne von so vielem wie möglich inspirieren, sollte ich jedoch etwas finden was meinem lieb gewonnenen Projekt in der Grundidee zu sehr ähnelt, werd ich wieder meine Entwürfe nehmen und in den skeuomorphen Papierkorb hauen.

#IAMSORRY

Image Credit: Franziska Krug/Getty Images

Installation von Shia LaBeouf. Ist jetzt zwar nicht mehr brandaktuell, aber ich bin ja bei sowas nicht immer Up2Date, da mich Hollywood und Fernsehen und so eigentlich schon lange nicht mehr interessieren. Doch ab und an kommt was über YouTube oder andere Quellen an mich ran, hier zum Beispiel bin ich aus Langeweile auf das aktuelle ScreenJunkies Video zu Gravity gegangen und am Ende haben sie auf ihr “EXCLUSIVE: We CONFRONT Shia LaBeouf” Video gelinkt. Nachdem ich die Bilder mit der Papiertüte und das auf dem roten Teppich am Rande mitbekommen hatte, dachte ich mir, was soll’s ich hab grad bisserl Zeit, schauen wir es uns doch an.

Wenn man ein bisschen reinspringt, so zu Minute 2, sieht man wie Hal Rudnick in einen kleinen Raum mit einem Mann geht, Anzug, Fliege, gerötete Augen und eine Papiertüte auf dem Kopf – mit den Worten “I am not famous anymore” fett, schwarz drauf geschrieben.

Als Hal dann die Tüte runternimmt kommt Shia LaBeouf darunter hervor. Stoisch sitzt er da, Handflächen nach unten auf dem einfachen Tisch und geht auf keine Frage ein, auch wenn ich gelesen habe, ein Reporter muss ihn wohl zum Lachen gebracht haben.

Nun mag ich zwar die “Honest Trailer” von Screen Junkies, jedoch gerade bei dem Video empfinde ich den Host als – naja – störend? An sich interessiert mich das ganze Aufhebens rund um Shia LaBeouf kein Stück, doch finde ich diese Installation einfach genial. Verstörend für manche, auch nicht wirklich aussagekräftig, aber doch wieder wundervoll inszeniert. Klar erinnert es an Marina Abramović, deren Performance Kunst wir lange und breit an der Uni in einem Wahlfach besprochen haben. Aber hier ist es doch anders. Einerseits ist es kein “Künstler”, sondern ein nicht gerade unbekannter Schauspieler, andererseits wird er wohl kaum die Grenzbereiche des Körpers künstlerisch beleuchten wollen. Es erinnert stark an The Artist is Present, wo Marina 721 Stunden lang schweigend an einem Tisch in der MoMA Besuchern gegenüber saß, doch wenn dies auch im Rahmen einer Kunstausstellung lief, so gab es davor keine solchen Aufschreie ihrer Person gegenüber wie bei Shia und man kannte sie da schon als Performance Künstlerin. Völlig anders bei LaBeouf.

Je länger ich mich damit geistig auseinandersetze, umso mehr will ich etwas Vergleichbares auf die Beine stellen. #startcreating

http://mashable.com/2014/02/12/shia-labeouf-iamsorry-art-installation/

http://www.metamodernism.org/

Bartwürze

Es gibt sie noch, die Begriffe zu denen Google nicht einen einzigen Beitrag findet. Die so unique sind und doch irgendwo noch einen Sinn ergeben. Doch diese zu finden ist schwer.

Jeder der sich auf einem der tausenden Social Networks wie Facebook oder Twitter rumtreibt kennt das Problem, genauso wie jeder Gamer auch: Finde einen Nutzernamen der noch nicht vergeben ist. Am besten einen der einzigartig, besonders und gut klingt. Und dann bete das er überall noch frei ist. Nunja, die Zeit ist vorbei. Denkt man meistens. Also greift mana uf unschöne Lösungen wie Zahlen oder ähnl. zurück. Ich heiße zum Beispiel bei Facebook me.the.unknownArtist da unknownArtist allein schon lange vergeben war. Die Webseite zu bekommen war ja schon glücklich.

Und jetzt kommt von meiner Quelle der Inspiration, dem Namensgenerator für so viele meiner Ideen, Projekte und Was-auch-immer eine Perle der Weisheit, die ich sogleich ergreife und nun für mich schamlos nutze:

BARTWÜRZE

Was für ein Wort. Was für Assoziationen. Was für ein Klang.

So sei es, fortan wisse die Welt, das man mich nun Stück für Stück überall nur noch als @Bartwürze kennen soll.

tl;dr: Nutze jetzt auch twitter und hab neue Domain: bartwürze.de

Klokkeblomst

Tænk hvis du mødte en fe? Nu har du chancen for at opleve Klokkeblomsts første møde med et menneske, og det er slet ikke den person du tror det er.

Nun ist es endlich soweit: klokkeblomst.de geht online. Noch ist ein bisschen zu texten, Bilder und Pages müssen upgedatet werden, eine finale Auswahl muss auch noch stattfinden – ganz zu schweigen von den ganzen Übersetzungen, schließlich soll klokkeblomst.de auch international für Aufsehen sorgen. Oder so…

Als erstes sorgen wir einmal für die passende Untermalung:

Das beiseite: was das nun ist? Naja, entweder habt ihr schon auf einen der Links oben geklickt, oder gegoogelt. Letzteres liefert Disneys Direct-2-DVD Animatonsfilme, einige Tinkerbell Zeichnungen von Kindern, sowie begeisterten Fans und den ein oder anderen Link zu der dänsichen Version von Rapunzel. Wenn ihr das hier in ferner Zukunft lest, dann sollte an erster Stelle natürlich diese Webseite kommen ^^, gleich gefolgt von dem nun online gegangenen Portfolio der Illustratorin Theresa „Klokkeblomst“ Haller. Ihres Zeichens nicht nur enge Mitarbeiterin von unknownArtist, sondern auch meine Kommilitonin und gute Freundin.

Darum hab ich ihr nicht nur zu besten Konditionen die Website gebastelt, sondern auch gleich noch ein neues Logo geschenkt. Basis hierfür war ihr Selbstportrait, jedoch noch um das neue Brillengestell erweitert.

klokkeblomstNun, sie freut sich, ich um meine Brownies die sie mir nun zu backen hat und ihr euch hoffentlich über die tollen Zeichnungen, denen in den nächsten Tagen zu neuem Glanz verholfen wird. Also schaut vorbei und vielleicht braucht ihr ja grad eine nice Illustration, sie steht grad auf Available for Work? Yes – Freelance.

Lost Uniform

Ach welch’ wunderbare Wörter in dieser missdeutigen Überschrift stehen, welch’ Möglichkeiten sich mir anbieten. Sei es eine Anspielung auf die form, die DING Nr. 1 und Nr. 2 als Special feilbietet, beide im Rahmen der Uni entstanden, die ja eigentlich eine Hochschule ist, zu denen auch Universitäten zählen, jedoch sind nicht gleich alle Hochschulen dadurch Universitäten. Unabhängig davon: Uni-form… höhöhö…

Doch darum geht es hier gar nicht. Es dreht sich tatsächlich um eine (Pseudo-)Uniformjacke die ich verloren hatte, dachte ich jedenfalls. Wie sich herausstellte, habe ich sie wohl nur mal für eine Fotosession mit in die Hochschule genommen und warum auch immer in meinen Spind gesperrt. Zusammen mit meinem roten Lieblingshemd und meinen beiden schwarzen Krawatten, die ich beide letztens erst verzweifelt gesucht hatte. Meine Jacke hatte ich schon abgeschrieben, bei den Krawatten dachte ich, dass sie bestimmt bei meinem Bruder rumliegen, der sich gern mal meine Sachen für förmlichere Anläße borgt. Mein rotes Hemd habe ich tatsächlich einfach vergessen. Ich hatte in letzter Zeit eher meinen neuen Hemden den Vorzug gegeben und einfach nicht mehr an das tolle Rote gedacht. Nun sind Hemd und Krawatte ja auch eine moderne Version der Uniform, die man trägt

um optisch einheitlich (lateinisch-französisch: uniform) in der Öffentlichkeit aufzutreten. [src=wiki]

So habe ich also meine Uniformjacke und meine moderne Uniform in der Uni verloren. Eigentlich ja vergessen, das reimt sich jedoch nicht. Oder korrekter verlegt, was sich auch mit “lost” übersetzen lässt.

Wie komm’ ich da jetzt, nach dem letzten Tag der Werkschau, kaum das ich zu Hause bin, drauf? Eigentlich ganz einfach: Nach bald einem Semester hab ich mich dazu entschieden in die Tiefen des betonenen Leviathans, den die verschlungenen, unbekannten Gänge der Hochschule bilden, zu steigen und mich waghalsig an Ausstellungswänden vorbei zu meinen über die Semester angesammelten offenkundigen und versteckten Fächer und Schränkchen, Spinde und Spalten vorzukämpfen, um diese auf ihren Inhalt hin zu prüfen. Dafür habe ich mich heute mit meinem großen Rucksack bewaffnet in Hochschule gewagt und auf den Moment der Unachtsamkeit aller, also kurz nach Ende der Werkschau, als die meisten entweder in die verdienten Semesterferien gehen oder noch schnell abbauen wollten, gewartet. Dann schlich ich mich in der aufgeregten Menge von Raum zu Raum und kontrollierte meine verborgenen Schätzchen und zog all jenes heraus, das ich wohl in nächster Zeit nicht mehr in Projekten brauche oder gerade zu Hause nutzen will. Denn ich hab da so eine Idee für die Ferien, dazu irgendwann einmal mehr, wenn ich mich dazu entschließe sie durchzuziehen. Ich konnte zwar nicht alle abgrasen, einige sind in verschlossenen Räumen oder waren hinter Plakaten in Gängen derzeit unzugänglich.

Mir ist einmal wieder aufgefallen wieviel Zeug man eigentlich in so einigen Semestern ansammelt: Hier ein paar Skalpelle, dort eine Flasche Wein, Kopien von einst wichtigen Ausdrucken, Rest von Zuschnitten die man ja vielleicht noch brauchen könnte, Skizzen zu verworfenen Projekten. Und in einem Fach auf einmal ein schwarz-rot-blaues Knäuel an Stoffen, die sich eben als meine so lange vermisste Uniformjacke, mein Lieblingshemd, das ich jetzt wohl nicht mehr so nennen darf, schändlich wie ich es vernachlässigt habe, meien zwei scharze Krawatten und ein neat zusammengelegter, blauer Mollton.

So kann’s gehen. Jetzt freue ich mich jedoch erstmal über den Fund, über die gelungene Werkschau und die anstehenden Semesterferien, wenn auch viel Arbeit auf mich wartet. Und sogar auf die freue ich mich irgendwie. Aber erstmal ein Tag Ruhe, Nichtstun, vielleicht ein paar Emails beantworten, ansonsten einkuscheln, bisschen Youtube gucken, Metro 2033 zu Ende lesen. Und wieder zu meinem Schlafrythmus zurück finden, kann ja garnich’ angehen: ich schlafe Nachts und bin Tagsüber wach. Furchtbar…