Sirtaki Zaziki

Was erwartet einen, wenn man bei Google oder auf Facebook einen Link mit diesem Titel sieht? Was denkt man sich wenn man dann auf diesen Blog und genau diesen Artikel stößt und einem gleich am Anfang diese Fragen gestellt werden, obwohl man eigentlich ja noch garnichts gelesen hat bzw. einem kein Inhalt in einer Form präsentiert wurde, wie man ihn ansonsten erwarten würde?

Und was wäre wenn ich jetzt einfach aufhöre?

Nagut, das geht jetzt auch ein wenig zu weit, wenn es auch eine nette Idee wäre und mich schon fast reizt, diesen Beitrag so stehen zu lassen, meinen Drang euch mal wieder ein bisschen über meinen Alltag zu verraten zu unterdrücken und all das tolle Wissenswerte auf morgen zu verschieben. Doch dann kommt es erwartungsgemäß ja doch wieder nicht, also lasst uns loslegen. Doch kurz zurück zu meinen Sirtaki Chips *omnomnom*.

Wording oder Naming spielt nicht nur in der PR oder bei Marken eine wichtige Rolle, wenn nicht sogar eine der Essentiellsten. Wir bauen damit Erwartungshaltungen auf und positionieren uns, erzeugen eine Persönlichkeit und stellen uns damit an eine gewisse Stelle im Spektrum der Möglichkeiten. Und falsches Naming kann sehr viel kaputt machen, oder eben Erwartungen unerfüllt lassen.

Vor diesem Problem standen wir am Donnerstag bei dem großen Redaktionsmeeting in der HM für den bald kommenden Designblog. Wie nennt man die Kategorien, das sie ansprechend und einheitlich, aber nicht zu gestockt oder verkünstelt wirken. Eine Grundlinie war schnell gefunden und die meisten Kategorien auch schnell benannt, doch eine wehrte sich standhaft ins Schema zu passen und verblieb so unbenannt, für’s Erste. Die Hauptsorge war bei den meisten Vorschlägen eben die Erwartungshaltung die ein Titel aufbauen könnte. Da hat man dann einen Link mit einem großschwingenden Begriff und dahinter verbirgt sich eine kleine Zeichnung, oder man hat einen so eng definierten Rahmen allein durch die Begrifflichkeit, das es nichts anderes mehr geben darf als eben eine Schwarzweiß-Tintenstrichzeichnung, ansonsten würde der Titel wieder falsch sein.

Manche werden sich vielleicht denken, wieso der ganze Käse, ist doch eh nur ein Titel für eine Kategorie eines Weblogs, doch wie fühlt man sich wenn man bei Google oder auf Facebook einen Link mit dem Titel Sirtaki Zaziki sieht und dann einen Beitrag liest, der neben abschweifend über Gottweißwas redend, eigentlich nichts aussagt, außer das es schwer ist einen Namen für einen Titel für eine Kategorie eines Weblogs zu finden; und mit keinen Sterbenswörtchen wird erwähnt ob mir die Chips jetzt geschmeckt haben oder nicht!