Hell erleuchtet

Ich habe mich ja wie ihr wisst nicht mehr für das Projekt “In to the Light” von Herrn Buchner entschieden, sondern für Interaktive Grafik. Ein Kommilitone von mir hat jedoch das heute entdeckt:

Hell erleuchtet – Leben – jetzt.de.

Jetzt hat jetzt.de auch entdeckt das wir bei uns an der Uni eine Halluzinationen auslösende Lampe rumstehen haben.  Meine Erfahrung vor der Lampe hatte ich ja schon. Bei Interesse kann ich sie ja mal zusammenfassend schildern.

Illustrate JS

Groll

Zurück von der dieswöchigen Projektbesprechung und was darf ich bis nächste Woche machen? Nunja, ich bin ja ein ungeschlageners Illustrationsdeppgenius und wurde nun dazu verdammt berufen 20–50 Varianten meiner Illustration für die interaktive Grafik zu erstellen. Ich werde also die nächsten Tage nicht viel anderes machen als mein Zeichentalent zu verfluchen bewundern und euch hoffentlich mit vielen, vielen Ideen und Varianten zu verängstigen beglücken. Hierbei müssen sämtliche Entwürfe in der finalen Version auch noch animiert (von mir) umsetzbar sein. Am besten dass jede Änderung am dann darunter liegenden Muskelrig auch gut sichtbar die dazu passende Emotion zeigt. Die Umsetzung wird mir ersteinmal viel Phsyik in JavaScript beibringen. Yeay…

Vermutlich werde ich jedoch großteils erst einmal verschiedene “hautlose” Illustrationen erstellen, die ihren Fokus auf die Muskulatur haben und nur einige Kombinationen mit Schädel und Haut.

Und natürlich muss ich daneben noch einige andere Dinge erledigen, wäre ja nicht so als ob ich sonst nicht viel anderes zu tun hätte… So, Frust ist abgebaut, ran an Entwurf 1 (sobald ich meine Emails gelesen und bearbeitet habe).

Magnesiumblitz

Magnesiumfotografie

„Eine vorzüglich aktinisch wirksame Lichtquelle ist nach den photochemischen Studien von Bunsen und Roscoe das Magnesium, welches mit Leichtigkeit Feuer fängt und mit einer äußerst brillanten Flamme brennt. … Nach Bunsens Untersuchungen ist die photogenische Kraft der Sonne nur 36mal stärker als die des brennenden Magnesiums. … Wir glauben nicht, dass es schon zu photographischen Zwecken benutzt worden ist.“
– Paul Eduard Liesegang 1861

Und wenn es schon so etwas gibt, das gut 80 Jahre lang die Fotografie begleitete, dann muss man dies doch auch mal heutzutage probieren. Also durften wir, bzw. unser Prof. heute mit Magnesium spielen. Beim ersten Versuch, einem Portrait, durfte ich am Fotoapparat stehen und manuell die Belichtungszeit per Daumendruck timen. Natürlich abgelenkt vom runterzählenden Countdown und der Randnotiz ob ich bereit sei, sah ich im entscheidenden Moment erst mal direkt in den Lichtblitz, anstatt das Modell zu fixieren. Folge: Ich geblendet, Bild dennoch etwas geworden.

Eh irgendwie irreal: Nikon D4 manuell eingestellt, geschoßen mit Camera Raw in einen halbwegs modernen Apple, jedoch Blitz durch Magnesium Spezial Pyro (<20my).
Brennweite: 70mm
Blende: 10
Belichtungszeit: bulb (2.1s)

Anschließend dann das oben zu bewundernde Gruppenbild, an dem man wunderbar sieht wie hart einerseits ein Magnesiumblitz ist, wie sanft er dennoch die Schatten formt. Definitiv wert weiter verfolgt zu werden. Und nie hat es in der Uni “angenehmer” in den Fluren gerochen. Mal schauen wer von uns dank der Dämpfe phlegmatisiert wurde, so jedenfalls der Warnhinweis auf dem Magnesium.

Social branding

Heute Fotochallenge: Modellfotografie in 10min

Unser Bild hat einen Like bekommen, hui… jedoch hatten alle bei uns 2 Stimmen, nicht wie hier in FB nur einen Like.
Gewonnen haben zwei Bilder mit je 9 Likes. Ist das jetzt toll für die und schlecht für uns oder was sagen Likes über Bildqualität aus? Oder gehe ich den Leuten auf den Senkel und daher bekam ich ein “social brand” , wurde gebrandmarkt als nicht Like-able? Und was ist mit denen die 0 Likes hatten oder waren deren Bilder nur nicht so dolle im direkten Vergleich? Und was sagen Likes von Personen mit dem verschiedensten Wissenniveau über eine Arbeit aus die von eben jenen Personen vollbracht wurde, die mit verschiedensten Startniveaus die selbe Aufgabe vollbringen sollten? Und wieso einen Gewinner mit Likes bestimmen, was die eh schon “schwachen”, da noch unerfahrenen, verunsichert und ein Konkurrenzdenken vertieft, das eh schon zu sehr etabliert ist.

Wenigstens waren diese Likes ein wenig ehrlicheres Feedback, das ja sonst kaum da ist oder nur auf den sozialen Friedens achtend äußerst vage formuliert wird. Natürlich geschmäcklerisch, sozial gefärbt und bedingt kompetent. Aber da kommen wir drei, vier Gedankenschritte später zur Problematik von Sokrates und Platon, dem Weisen und dem Besserwissenden.

Ich möchte eine Welt, in der ich aus einer Toilette trinken kann, ohne Ausschlag zu bekommen!

Als Idee für diese, bessere Welt schlage ich ein Pflichtmodul/Unterrichtsfach für uns Studenten, für Schüler und bei Berufsschulen vor: Kritikkompetenz

tl;dr | Inwieweit spielt eine soziale Komponente bei der Bewertung von Einzelleistungen eine Rolle? Und ist diese irgendwie aussagekräftig? Und wieso frage ich mich das gerade?