Pflichtenhefte, Ninjas & Zombies

Geburtstagsfeier war zerstörerisch… oder ich schon zerstört bevor es angefangen hat? Je nachdem lag ich recht früh auf der Couch und kuschelte mit dem Delfin. Einerseits noch geschaffen von den letzten Tagen, in denen ich vor lauter Projekten nicht runterkommen konnte, also kaum Schlaf bekam, andererseits Nachwirkungen von der Messe und natürlich ein leichtes Fresskoma von dem genialen Gulasch und leckeren Käsekuchen den es gab.Nach ein, zwei Stündchen langsamen Nippens am Gin&Tonic in embrionaler Stellung ging es dann auch wieder und spätestens als 90er Jahre Mukke lief war ich vollends da. Okay, nicht vollends, mehr voll – und ends dann um 5 Uhr als ich nach Hause stapfte.

Wieder erwacht wartete schon die Arbeit auf mich: Pflichtenheft, Kostenvoranschlag und Verträge aufsetzen. Yeah! Dinge die einem keiner bezahlt, aber doch irgendwo wichtig sind. Also durch sechs Seiten Rahmenbedingungen und zwölf Seiten Vertrag gekämpft um dann endlich wieder an Pong JS weiter arbeiten zu können. Jedoch meinte mein Hirn: “Is’ nich’!”

Um wenigstens irgendwas Produktives gemacht zu haben schau ich mir eben Vorträge von Galileo Computing und mmt Workshops an. Dann kam auch schon der erwartete Besuch, einige Bierchen und Hund. Dieser musste dann auch Gassi, also raus in die Kälte und ab dafür. Hierbei sind wir dann auch gleich mal bei der Stätte der Geburtstagsfeier eingekehrt um nach etwaigen Leichen ausschau zu halten. Anstatt dieser wurden wir auf ein Bierchen eingeladen, aus denen mehrere wurden, um danach trumbunken durch die Straßen zu ziehen und eine Schneeballschlacht auf dem Heimweg zu veranstalten.

Und kaum wieder in der halbwegs warmen Küche angekommen schaffte ich es endlich eins meiner neuen Schätzchen an den Mann zu bringen, also erstmal eine Runde Shinobi gezockt. Und es ist genial. Wie erhofft und erwartet macht es unglaublichen Spaß. Nach mehreren Runden bei denen wir irgendwie die Tendenz entwickelten stets auf Purple loszugehen wollte ich dann doch noch gern was anderes ausprobieren, also ein schnelles Zombie! Run… auf den Tisch. Was sich jedoch leider als dumpfer als gedacht herausstellte. Also nach einer eher langweiligen und gegen Ende langwierigen Runde die Suche nach was anderem zu zocken: Die Wahl fiel aufgrund der doch sehr vielversprechenden Verpackung auf Codinca. Der Aufbau vorgegeben zeigte sich schnell was wir da vor uns hatten: Es erinnerte sehr an bekannte Browsergames/Flashpuzzles als Brettspielvariante. Prinzipiell eine nette Idee, jedoch eher mangelhaft umgesetzt. Spielmaterial prinzipiell schön, wenn auch etwas arg beschichtet, aber bei einer Vorversion sag ich mal nix.

Am ehesten würde ich das Spiel mit einem meiner Lieblingsspiele vergleichen: “Die Sterne stehen richtig” von Klaus Westerhoff, illustriert von Goomi alias François Launet (von dem ich eh ein großer Fan bin *fthagn*). Jedoch bei weitem nicht so schön durchdacht und von der Mechanik eher plump und nicht so vielseitig wie bei benanntem Cthulhuspiel, auch hat man dort ein 6×6 Feld und nicht nur ein 4×4 und viel mehr verschiedene Karten die viel mehr Kombinationen ermöglichen und folglich viel mehr Hirnbrezel, was man ja hier auch will.

Die Zeitumstellung wie letztes Jahr mal wieder ausgenutzt um ohne Zeitverlust ‘n Stündchen zu zocken geht es nun in’s Bett, nachdem ich mir erstmal den Vortrag zu HTML5 zu Ende gesehen hab. Morgen muss ich wieder früh raus, den es gibt eine Premiere:

Ein 8-Stündiger Monsterkrimi wird in Blumenthal gezockt. Also früh aufstehen und schick machen, denn neben lecker Essen und einem spannenden Tag muss es einfach wahnsinnig werden. Schließlich hat uns der Autor mal eben einen 300-Seitigen Krimi als Vorlage für diesen Event geschrieben. Allein das Recherche-Material muss genialst sein. Ich lass mich mal überraschen.