Miku Hatsune 4 President! oder Wäre ein virtueller Politiker eine so schlechte Idee?

Für den Start erstmal ein Video das mir diese Frage aufoktroniert hat:

Hier stellt Mike Rugnetta die Frage in wie weit Miku Hatsune authentischer ist als Lana Del Rey. Gegen Ende poppt kurz die Frage auf was als nächstes folgen würde: Miku 4 President?

Und ich finde: Ja! Das sollte definitiv als nächstes kommen. Don’t get me wrong, nicht direkt Miku, sondern eine virtuelle Identität die sozusagen für die Personen steht die verantwortlich sind für eben diese. Sehen wir uns einmal unseren journalistisch-politischen Alltag an: Wir haben Politiker die ja auch nur Menschen sind und durch Massenmedien und Journalisten werden deren Schwächen, Verfehlungen oder auch nur Liebeleien ins Rampenlicht gezerrt um unsere Lust auf was-auch-immer zu stillen (Vielfältig sind die Theorien und fast schon Glauben warum und wieso wir “Berühmtheiten” so gerne scheitern sehen oder “auf unser Level” herunterholen wollen, aber dies ist ein anderes Thema).

Gleichzeitig entwickelt eine kleine, jedoch immer größer werdende, Partei ein System namens “Liquid Democracy” um uns, die Wähler und Bürger, aktiver und basisdemokratischer in aktuelle politische Entscheidungen einzubeziehen. Dennoch sehe ich unter ihnen, jetzt rein subjektiv ohne viel Recherche, kaum einen guten Bundeskanzler oder Repräsentant mit der von vielen, so scheint mir, geforderten “Reife” und Charakterstärke. Und es sind wieder “nur” Individuen und daher auch Menschen, mit Schwächen und Verfehlungen.

Was wäre nun, wenn wir oder eben unsere Vertreter, die Parteien, jede einen virtuellen Kandidaten hätten, einzig definiert durch die Stimmen der Wähler und Parteien. Oder nicht einmal mehr Wahlen in diesem Sinne, sondern ein Liquid Democracy gestützten Kanzler als rein virtuelles Modell dessen Verhalten, Aussehen und Meinung von uns allen besimmt wird? Dieser würde niemals durch menschliche Verfehlungen wie einen Seitensprung mit der Sekretärin negativ in die Schlagzeilen kommen, wodurch die mitunter sehr gute politische Richtung scheitert und ein vielleicht schlechterer Gegner den Vorteil bekommt, rein durch emotionale Motivation seitens der Wähler?

In der Zeit stellte Nina Pauer bei einem Artikel folgende Frage:

Repräsentiert Christopher [Lauer] einen ganz neuen Typus Politiker, jemand, der keine Idee mehr haben muss, keinen Inhalt, nur eine Methode, eine Sammelstelle für Einzelfragen bietet, in die sich jeder je nach Kompetenz einbringen soll? – http://www.zeit.de/2012/30/Piraten-Partei/

Aber gehen wir einmal kurz zurück zur vorhin erwähnten Partei: sollte vllt. diese nicht einfach einen virtuellen Kandidaten, ein Hologram, in den Wahlkampf schicken? Ortsunabhängig, usergestützt (und das Gesicht von Anon)?

Einfach mal so als Gedanke in den Raum gestellt. Was denkt ihr?