Special: Morning Birthday Glory

Genau so ist gerade meine Stimmung. Einfach, simpel glücklich.

Ich bin jetzt ein Jahr älter, immer noch nicht ganz nüchtern, dennoch geht es mir blendend, geradezu radioaktiv strahlend. Nicht nur hammergeniale Tage erlebt rund um meinen Geburtstag herum, sondern auch so viele liebe Grüße von Leuten von denen ich viel zu viele viel zu lange nicht mehr gesehen habe. Das muss sich definitiv wieder ändern!

Bis dahin hüpfe ich soweit es meine Koordination derzeit zulässt zu toller Mukke in meiner Bude rum und genieße die Zeit. Macht das Lied rein und hüpft mit!

Morning Glory

Eine Morning Glory hatten wir hier ja schon sehr lange nicht mehr, also wird es wieder einmal Zeit diese Kategorie zurück zu bringen. Wenn auch ‘Morning’ fast schon wieder nicht passt um diese Uhrzeit. Aber es sind Semesterferien und alle meine Chefs sind oder gehen gerade in den Urlaub, also alles sehr entspannt an der Arbeitsfront.

Aber wenn man kaum Stunden zum abrechnen hat und auch ansonsten kaum Projekte anstehen, fühlt man sich schon ab und an ein bisschen so:

Spaß beiseite, ein Projekt das mir den Schlaf raubt steht ja schon länger an und ich hoffe es heute oder morgen endlich fertig zu kriegen. Ab und an gibt es diese Projekte, die alles sein könnten, geniale Ideen bieten und keine Einschränkungen; und dann weiß man einfach nicht in welche Richtung man gehen soll. Qual der Wahl eben. Es könnte so geil werden, aber welche Idee, welcher Ansatz holt das Maximum für das Produkt herraus? So schön es ist sowohl von Redaktion als auch vom Autor alle Freiheiten zu bekommen was die Gestaltung angeht, so ist der japanische Ansatz z.B. bei Sumi-e 墨絵 oder Haiku 俳句, stärkste Einschränkungen und minimalste Gestaltungsmöglichkeiten, doch sehr spannend. Man muss in diesem engen Raum arbeiten und dennoch etas einzigartiges und brilliantes schaffen. Kein Wunder das diese Formen zu so einer Meisterschaft gebracht wurden.

Aber anderes Thema: ich werde wohl auch nächstes Wochenende endlich mal wieder in eine andere Welt abtauchen: Wir besuchen Trollheim e.V. auf dem Gelände Schweinbach. Herrlicher Name und hoffentlich herrliches Con. Und dafür, und da es so lange kein Morning Glory mehr gab, gleich noch eine Einstimmung mehr:

S.T.Q.T.V.M


© Benjamin Le Du

Wenn das nicht einmal ein Must-have Stuhl für den Balkon ist, dann weiß ich es auch nicht.

Dieser Fieberglass “Memento mori”-Stuhl wurde von dem französischen Designstudio POOL aus Paris entwickelt und reinterpretiert den allseits bekannten ‘monobloc chair’ den viele von uns in ihrem Garten stehen haben in eine etwas morbidere Variante, aber definitiv ungleicher geiler.

Der Name stammt übrigens von dem Spruch “Souviens toi que tu vas mourir”, auf gut deutsch: “Bedenke dass du sterblich bist”, eine Warnung vor der Hybris, sich für göttlich zu halten. Was der Künstler uns dann darin Sitzenden wohl hiermit sagen will?

S.T.Q.T.V.M
material : fiberglass
dimensions : L55cm W50cm H88cm
http://work.poolhouse.eu/S-T-Q-T-V-M

Wie weit darf Werbung gehen?

Wir alle kennen sie: Die witzigen Werbespots der Welt, oder wie diese Sendungen auf den zweiten und dritten Privatsendern auch immer heißen. Meinstens kommen sie Sonntag nachmittags, wenn sonst kein geld für irgendein da Format ist, jedoch mehr Zuschauer einschalten sollen als für witzige Familienfilmchen aus der VHS-Ära mit dem obligatorischem Football in die Nüsse.

Nachdem ich nun auch schon vor meinem Entschluss Designer zu werden gerne meine Nachmittage damit zugebracht habe Werbung zu gucken, freiwillig, ja sogar bewusst, kann es natürlich jetzt nur schlimmer geworden sein. Und es ist es auch.

Und auf einer meiner ausschweifenden Werbetouren im Netz bin ich über das Portfolio von Patrick Ackmann gestolpert, das neben Bildern von der aktuellen “Switch off illegal downloads, switch on MTV” Kampagne, die Patrick den Red Dot Award ’12 einbrachte, fand ich diese ‘nette’ Printwerbung:

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Crowdsourcing und Cloudworking #1

Da war ein Artikel auf Heise der sich zu lesen lohnt. So jedenfalls ein Facebook-Freund von mir. Also angeklickt und überflogen. Danach die Diskussion in den Kommentaren gelesen (auf Facebook, nicht bei dem Artikel jetzt im speziellen…) und angestachelt von diesem Thema die Gedanken fließen gelassen (ja, einmal mehr bin ich übernächtigt und kratze an meiner 30h-Wach-Grenze) und schnell in die Tasten getippt.

Und da ich meine eigene Schlussfolgerung grad so toll finde, fand ich es einen noch tolleren gedanken dies auch hier auf “ewig” weiß-auf-schwarz ins Netz zu hauen, abseits der Vergänglichkeit einer Facebook-Kommentar-Diskussion mit der Lebenswahrscheinlichkeit von vllt. 10 Tagen und einer Reichweite von max. 179 Freunden des Statuserstellers oder so. Daher jetzt auch für die 5* 30+ Leute die meinen Blog ab und an verfolgen [*ich hab jetzt mit ca. 5 Leuten gerechnet, war Ewigkeiten nicht mehr auf den Statistiken meines Blogs: Leute, um das mal festzuhalten: Ihr macht mich Stolz und ich liebe euch!] hier mein toller Kommentar zu folgendem tollen Beitrag:

[heise.de] Crowdsourcing und Cloudworking: Schöne neue Arbeitswelt

Und keine Sorge, trotz des Artikel gehe ich schon noch auf das Thema Design ein.

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Abend der miesen Grafiken?

Sonntag, 10 Uhr morgens im stillen Örtchen Grafing:

Langsam entkleidet sich ein junger Mann in seinem Zimmer und lässt bei einer “Guten-Abend”-Kippe noch einmal eben jenen Revue passieren: Es war ein Abend mit viel Spaß, tollen Spielen und echt miesen Grafiken.

Doch fangen wir einmal da an, wo man eine Geschichte beginnen sollte: bei dem jungen Mädl mit dem tiefen Ausschnitt und dem kurzen Rock. Und einer heißen Umgebung, nacktem Fleisch und zwei ausgehungerten Kerlen. Wie ihr euch schon denken konntet trafen sich die typischen drei verdächtigen mal wieder zum Grillen, es ist ja schließlich Sommer und das macht man da, so wurde mir berichtet.

Also wurde das nackte Fleisch auf den heißen Grill geworfen und während K ein Stockbrot Rezept ein wenig variierte, wurde schonmal ein wenig aus der mitgebrachten Sammlung angezockt.

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Miku Hatsune 4 President! oder Wäre ein virtueller Politiker eine so schlechte Idee?

Für den Start erstmal ein Video das mir diese Frage aufoktroniert hat:

Hier stellt Mike Rugnetta die Frage in wie weit Miku Hatsune authentischer ist als Lana Del Rey. Gegen Ende poppt kurz die Frage auf was als nächstes folgen würde: Miku 4 President?

Und ich finde: Ja! Das sollte definitiv als nächstes kommen. Don’t get me wrong, nicht direkt Miku, sondern eine virtuelle Identität die sozusagen für die Personen steht die verantwortlich sind für eben diese. Sehen wir uns einmal unseren journalistisch-politischen Alltag an: Wir haben Politiker die ja auch nur Menschen sind und durch Massenmedien und Journalisten werden deren Schwächen, Verfehlungen oder auch nur Liebeleien ins Rampenlicht gezerrt um unsere Lust auf was-auch-immer zu stillen (Vielfältig sind die Theorien und fast schon Glauben warum und wieso wir “Berühmtheiten” so gerne scheitern sehen oder “auf unser Level” herunterholen wollen, aber dies ist ein anderes Thema).

Gleichzeitig entwickelt eine kleine, jedoch immer größer werdende, Partei ein System namens “Liquid Democracy” um uns, die Wähler und Bürger, aktiver und basisdemokratischer in aktuelle politische Entscheidungen einzubeziehen. Dennoch sehe ich unter ihnen, jetzt rein subjektiv ohne viel Recherche, kaum einen guten Bundeskanzler oder Repräsentant mit der von vielen, so scheint mir, geforderten “Reife” und Charakterstärke. Und es sind wieder “nur” Individuen und daher auch Menschen, mit Schwächen und Verfehlungen.

Was wäre nun, wenn wir oder eben unsere Vertreter, die Parteien, jede einen virtuellen Kandidaten hätten, einzig definiert durch die Stimmen der Wähler und Parteien. Oder nicht einmal mehr Wahlen in diesem Sinne, sondern ein Liquid Democracy gestützten Kanzler als rein virtuelles Modell dessen Verhalten, Aussehen und Meinung von uns allen besimmt wird? Dieser würde niemals durch menschliche Verfehlungen wie einen Seitensprung mit der Sekretärin negativ in die Schlagzeilen kommen, wodurch die mitunter sehr gute politische Richtung scheitert und ein vielleicht schlechterer Gegner den Vorteil bekommt, rein durch emotionale Motivation seitens der Wähler?

In der Zeit stellte Nina Pauer bei einem Artikel folgende Frage:

Repräsentiert Christopher [Lauer] einen ganz neuen Typus Politiker, jemand, der keine Idee mehr haben muss, keinen Inhalt, nur eine Methode, eine Sammelstelle für Einzelfragen bietet, in die sich jeder je nach Kompetenz einbringen soll? – http://www.zeit.de/2012/30/Piraten-Partei/

Aber gehen wir einmal kurz zurück zur vorhin erwähnten Partei: sollte vllt. diese nicht einfach einen virtuellen Kandidaten, ein Hologram, in den Wahlkampf schicken? Ortsunabhängig, usergestützt (und das Gesicht von Anon)?

Einfach mal so als Gedanke in den Raum gestellt. Was denkt ihr?